Architektur braucht kein Mensch. Aber Mensch braucht Architektur.

Das Leben eines Gebäudes beginnt, wenn unsere Arbeit getan ist. Die Entstehung ist die Vorgeschichte der Nutzung. Nach dieser Philosophie baut TAFKAL

GAB 28 – Karlsruhe

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2012 – Es ist die alte Geschichte eines Schatzes, vergessen in einer alten Scheune. Nur dieses mal ist die Scheune eine Halle aus den fünfziger Jahren und auch gleichzeitig der Schatz der gefunden werden wollte. Wir schreiben die Geschichte der Revitalisierung einer Industriehalle.

Der Plan war einfach: Ein trotz guter Lage seit Jahren ungenutztes Grundstück in einem zentralem Gewerbegebiet von karlsruhe soll nach einem Eigentümerwechsel wieder aktiviert werden. Die einzige Bebauung, eine unscheinbare Lagerhalle aus den Fünfzigern stand zur Disposition, ein Neubau wurde favorisiert. Bei Prüfung der Halle fand sich jedoch erstaunliches. Das äußerlich marode erscheinende Gebäude erwies sich als doch ausreichend solide, vor allem aber das Dach wurde von filigransten Fachwerkbindern getragen, frei spannend über fast 25 Meter.

Der Bestand wurde in die Planung aufgenommen und in seine Einzelteile zerlegt. Maßgeblich war die Überführung der Halle in die heutigen Bedürfnisse. Die Lagerfläche als solche blieb erhalten, ehemalige, als Kohlelager genutzte Nischen sind heute hochwertige Büroflächen und Sozialräume.

Um den Umbau zu ermöglichen wurde die gesamte Dachkonstruktion demontiert und nach einer Erhöhung der Bestandswände um zwei Meter in der Halle und ca 90 cm im heutigem Bürotrakt
wieder eingebaut. Die äußerliche Geometrie wurde erhalten, durch Farb- und Materialwahl jedoch in die Moderne geführt. Dabei wurde die Halle bewusst weiterhin in die direkte Umgebungsbebauung integriert ohne zu starke Kontraste hervorzurufen.

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