Architektur braucht kein Mensch. Aber Mensch braucht Architektur.

Das Leben eines Gebäudes beginnt, wenn unsere Arbeit getan ist. Die Entstehung ist die Vorgeschichte der Nutzung. Nach dieser Philosophie baut TAFKAL

GAB 28 N – Gewerbebau Karlsruhe

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2014 – Auf der letzten freien Brache eines alten, stadtnahen Industriegebietes entsteht ein neuer Gewerbebau Karlsruhe. Der Neubau trägt zur Revitalisierung des Gebietes bei, denn wo früher Glas- und Schmuckbetriebe Traditionell ihre Produktionen kehren nun nach einigen Jahren des Abschwungs die Kreativen ein.

tafkal-056-hq-print-exterior-03Geschichte

Als „Gablonzer Industrie“ bezeichtente man die Hersteller von Modeschmuck und Glaskurzwaren. Am Rande von Mühlburg hatten die Karlsruher Vertreter dieser Branche traditionell ihre Betriebe. Im Zuge der Globalisierung sind die Firmen rasch geschlossen worden, bis auf einem letztem Betrieb, der erst Anfang der 2010er Jahre aufgeben musste. Eigentlich war an der Stelle des nun Fertiggestellten Gewerbebaus die Erweiterung seiner Schmucksteinproduktion geplant.

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Die Thematik der Schmucksteine sollte durch TAFKAL wieder aufgegriffen werden als wir beauftragt wurden auf dem Grundstück ein zeitgemäßes, flexibles Gewerbebau in Karlsruhe zu errichten. Das Gebiet erfährt derzeit den Beginn eines Aufschwungs im Zusammenhang mit der zunehmenden Orientierung Karlsruhes in Richtung Westen. Wir denken, dass das neue Gebäude ein zusätzlicher Impulsgeber für das Areal sein kann, in dem sich zunehmend Kreative Dienstleister niederlassen.

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Gewerbebau Karlsruhe

Um die Hauptfassade von Halle und Bürotrakt wickelt sich eine Schicht aus sandgestrahltem Profilglas, seitlich eingefasst wird sie, stark kontrastierend, durch grob geschalten Betonwände. Sie bilden die Flanken des Gewerbebaus. Das Profilglas verleiht durch seine Transluzenz dem recht massigen Baukörper eine angenehme Leichtigkeit.

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Das Dachgeschoss liegt als Querriegel auf dem Profilglassockel, und ist allseitig von einem gelochten Trapezblech umspannt, welches an jeder Gebäudeseite von einer einzelnen, großformatigen Verglasung durchstoßen wird. Die restlichen Öffnungen liegen hinter der Metallfassade und sorgen so im Tagesverlauf für interessante Lichtkonstellationen.

Im Gebäudeinneren des Gewerbebaus herrscht strenge Ratio. Größter Vorzug sind die flexiblen Grundrisse. Von ein bis zu fünf Mietparteien sind unterschiedlichste Aufteilungen möglich. Die Büroflächen sind von Großraum bis Zellenbüro unterteilbar, und auch die Halle kann auf bis zu zwei unterschiedlich große Flächen Gewerbe aufnehmen.

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Projektdaten:

Bauherr: privat
Entwurf: 2013
Umsetzung: 2014 / 2015
Projektteam: Jon Steinfeld, Robert Klein
Entwurf in Zusammenarbeit mit Axel Rupp, r36 architekten
Visualisierungen: killius | ernst
Fotografie: Tom Hahn

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