Architektur braucht kein Mensch. Aber Mensch braucht Architektur.

Das Leben eines Gebäudes beginnt, wenn unsere Arbeit getan ist. Die Entstehung ist die Vorgeschichte der Nutzung. Nach dieser Philosophie baut TAFKAL

Gewerbehaus Mühlburg-West

150818 Gewerbehaus KA
2015 –  Projektentwicklung und Gebäudekonzept zur Nutzung auf einer Brachfläche in Karlsruhe-Mühlburg


Das brachliegende Grundstück befindet sich im Mühlburger Gewerbegebiet zwischen Südtangente und Starckstraße und ist im Besitz der Stadt Karlsruhe. Durch die stadtnahe Lage mit direkter Anbindung an die Südtangente, die B36 und den Rheinhafen ist das Grundstück für keine andere Nutzung besser geeignet als für das produzierende Gewerbe.

Als markantes Grundstück am Stadteingang Mühlburg-West ergibt sich nicht nur eine  Herausforderung an die städtebauliche Situation, sondern weitergehend die Pflicht, auch über die Architektur hinaus mit einer besonderen Nutzung für den Standort Karlsruhe zu werben.

In Zusammenarbeit mit der Weber-Immobilien GmbH Projektentwicklung schlagen wir vor, dass das Grundstück als Zentrum für produzierendes Kleingewerbe genutzt werden soll. Als Vorbild hierfür zählt das Angebot der MGH München, das mit mehreren Gewerbehäusern in München bereits bewiesen hat, dass ein vertikal organisierter Gewerbehof mit flexiblen Grundrissen nicht nur für die Nutzer einen immensen Mehrwert bietet, sondern mit seinem Branchenmix und besonderer Struktur als Inkubator für eine nachhaltige Entwicklung neuer Betriebe und Industrien zählt.

150818 Gewerbehaus KA

Beispielbebauung Micro-Campus

Ein flächenübergreifender Sockel hebt das Gelände des Gewerbehofes aus dem Kontext hervor und schafft einen öffentlichen Micro-Campus, der nicht nur als Sozial- und Schaufläche für die Mieter sondern auch für Events etc. genutzt werden kann. Im Sockel werden große Teile der Infrastruktur wie Parken und Lagern untergebracht.
Die Funktionen “Produktion” und “Büro” werden in zwei Volumen zusammengefasst und sich gegenübergestellt. Der Büroturm mit ca. 40 m Höhe ist als Leuchtturm von weitem sichtbar, während der Produktionskubus das erdende Gegengewicht der Gesamtkomposition bildet.

 

150818 Gewerbehaus KA

Beispielbebauung Stapelvolumen

Ein rationaler Baukörper wird geschossweise aufgelöst und prominent in den Straßenraum gestellt. Wie in Eile gestalpete Pakete – ein Sinnbild für die Produktivität der Mieter – ragen die Volumen über die Umgehungsstraße und werden so zu einem gestaltbildenden Element neben den vorherrschenden Infrastruktur-Bauten wie der Südtangente.

 

150818 Gewerbehaus KA

Beispielbebauung Rational

Produktion, Gewerbe und Industrie leben von Rationalität. Die Bebauung folgt in ihrer Gestalt dem Nutzen und füllt das Grundstück optimal. Ein kompaktes Volumen legt sich an die Langseite des Grundstück und knickt zur Starckstraße zu einem L ab. Ein Hochpunkt schließt das Gebäude ab und bildet die notwendige starke Präsenz für die Stadteinfahrt.


Projektdaten:

Entwurf: 2015
Ort: Karlsruhe
Projektbeteiligte: Robert Klein, Jon Steinfeld, Nicklas Dorsch

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